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für betroffene Anleger
10.08.2014

König & Cie. Renditefonds 54 (Twinfonds I) – endgültig gescheitert

König & Cie. Renditefonds 54 (Twinfonds I) – endgültig gescheitert

König & Cie. Renditefonds 54 (Twinfonds I) – endgültig gescheitert

Die Gesellschafter des im Jahre 2006 von der Fondsgesellschaft König & Cie. aufgelegten Renditefonds 54 (Twinfonds I) haben es nun schriftlich. Wie die Gesellschaft in einem Schreiben vom 30.07.2014 mitteilte, musste nun auch die zweite Schifffahrtsgesellschaft – die MS Stadt Rostock 2. T + H GmbH & Co. KG – beim zuständigen Amtsgericht Insolvenz beantragen.

Bereits einige Monate hatte die MS King Andrian Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG Insolvenzantrag gestellt.

Grund für diese zweite Insolvenz war laut Angaben der Geschäftsführung gewesen, dass die Gesellschafter von den erfolgten Ausschüttungen in Höhe von TEUR 1.680 – die die Gesellschaft zurückgefordert hatte – nur einen Betrag von TEUR 249 geleistet hatten. Das war nicht eingeplant. 

Damit ist der Schiffsfonds endgültig gescheitert. Wie die Gesellschaft in ihrem mitteilt, ist mit einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals zu rechnen.

Die Gesellschafter müssen sich auch darauf einstellen, dass der Insolvenzverwalter nun die ausgezahlten Ausschüttungen nach § 172 Abs.4 HGB zurückfordern wird.

Spätestens jetzt sollten die Gesellschafter fachanwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Die Frage, ob der Insolvenzverwalter berechtigt ist, Ausschüttungen zurückzufordern, ist nicht eindeutig zu beantworten. Ohne vorherige rechtliche Prüfung sollte einem solchen Verlangen des Insolvenzverwalters nicht nachgekommen werden.

Es stehen noch Schadensersatzansprüche gegen die vermittelnden Banken/Finanzdienstleister bzw. die Gründungsgesellschafter des Schiffsfonds wegen der Verletzung von Aufklärungs- und Informationspflichten im Raum.

Aus Gesprächen mit zahlreichen Schiffsfondsanlegern wissen wir generell, dass oft eine ordnungsgemäße Aufklärung über die Risiken der Beteiligung nicht stattgefunden hat. Es wurden die Beteiligungen als sichere Anlagen angeboten. Ein Hinweis auf das Totalverlustrisiko ist in der Regel unterblieben.

Auf andere Risiken (Betriebsrisiken, ungeregelter Zweitmarkt, keine garantieren Ausschüttungen, Haftung für erhaltene Ausschüttungen, Fremdwährungsrisiken etc.) wurde häufig nicht hingewiesen.

Ein oft lohnender Ansatzpunkt für Schadenersatzansprüche ist auch, wenn der Fonds über Banken und Sparkassen vertrieben worden ist, die in der Regel unterbliebene Aufklärung über die vereinnahmten Provisionen (insbesondere sog. „Kick-Back-Zahlungen“).  

Weitere Informationen erhalten interessierte Schiffsfondsanleger im Praxishandbuch Schiffsfonds des de Gruyter Verlags, der gerade im Praxishandbuch Schiffsfonds die Insolvenz des Schiffsfonds ausführlich darstellt. 

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