Beratung
für betroffene Anleger
04.08.2014

Sedi Kalkavan Schiffseigentums GmbH & Co. KG

Sedi Kalkavan Schiffseigentums GmbH & Co. KG

Sedi Kalkavan Schiffseigentums GmbH & Co. KG

Der 2007 emittierte Schiffsfonds bewirtschaftet die beiden baugleichen 1.155 TEU-Containerschiffe

MS Sedef Kalkavan und

MS Dilara Kalkavan

Der Schiffsfonds sammelte dafür bis ins Jahr 2008 hinein bei Anlegern rund 9,2 Millionen Euro Eigenkapital ein. Obwohl beide Schiffe bis ins Jahr 2021 einen Festchartervertrag mit der Turkon Line (Turkon Konteyner Tasimacilik ve Denizcikik A.S.) abgeschlossen hatten, geriet der Fonds in wirtschaftliche Schwierigkeiten und meldete schließlich am 28. November 2013 Insolvenz an.

Die Anleger der Sedi Kalkavan Schiffseigentums GmbH & Co. KG dürfte damit der Totalverlust ihrer Einlage eingetreten sein. Meistens ist bei einer Insolvenz wenig zu retten. 

Die betroffenen Anleger des insolventen Turkon Schiffsfonds haben nun die Alternative, erlittene Verluste hinzunehmen oder bestehende Möglichkeit der Erlangung von Schadenersatz zu nutzen. Die Chancen für die Schadenersatzansprüche stehen nicht schlecht, bedürfen jedoch in jedem Einzelfall einer eingehenden Prüfung durch einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht..

Völlig unzureichende Aufklärung über Risiken

Allgemein ist bei Schiffsfonds bekannt, dass diese über die Risiken, die sich in der gegenwärtigen Krise des Fonds verwirklicht haben, von ihren Beratern vor der Zeichnung des Schiffsfonds nicht unmassend informiert wurden.

Geschlossene Fonds - wie dies auch Schiffsfonds sind - sind unternehmerische Beteiligungen die als solche das Risiko bergen, dass das eingesetzte Kapital zumindest zu einem Teil, wenn nicht sogar vollständig (Totalverlust) verloren gehen kann. Die Risiken der Beteiligung hätten daher einen wesentlichen Teil der Beratung durch den Berater der Bank, Sparkasse oder Volksbank oder den freien Berater sein müssen.

Doch die Beratungen im Zusammenhang mit der Beteiligung an Schiffsfonds, mit denen wir uns für unsere Mandanten bislang befasst haben, weisen erhebliche Aufklärungspflichtverletzungen auf.

Falschberatung und Prospektfehler begründen Schadenersatzansprüche der Anleger

Die im Vertrieb des Schiffsfonds beteiligten Berater haben die Anleger über die hochspekulativen Schiffsfondsbeteiligung gar nicht oder nicht ausreichend informiert. Fachanwälte stellen bei einer Analyse der Beratungen von Schiffsfondszeichnungen eine Vielzahl von Beratungsfehlern fest. Auch der Fondsprospekt des Schiffsfonds entspricht bei Schiffsfonds oft nicht den durch die Rechtsprechung aufgestellten Anforderungen. Ab 2008 hätte zudem über den sich ändernden Schiffsmarkt informiert werden müssen. Es hätte ggf. ein Nachprospekt erstellt werden müssen. Auch hie rgibt es gute Ansatzmöglichkeiten für Klagen. 

Daher sehen wir vielversprechende Chancen zur Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen gegen die Berater der Bank, Sparkasse oder Volksbank wegen der Verletzung von Pflichten aus den jeweils geschlossenen Beratungsverträgen. Die Gründungsgesellschafter des Schiffsfonds haften ebenfalls auf Schadenersatz, da sie sich die Beratungsfehler der Anlageberater zurechnen lassen müssen und für etwaige Prospektfehler haften.

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