Beratung
für betroffene Anleger
02.08.2014

Über die drei GHF Schiffsfonds MS Pluto, MS Poseidon und MS Uranus wurde das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet.

Über die drei GHF Schiffsfonds MS Pluto, MS Poseidon und MS Uranus wurde das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet.

Über die drei GHF Schiffsfonds MS Pluto, MS Poseidon und MS Uranus wurde am Amtsgericht Bremen das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet (Az. 500 IN 13/14, Az. 500 IN 14/14, Az. 500 IN 15/14). Das meldet das fondstelegramm.

Bei GHF-Schiffsfonds mußten Schiffsfondsanleger schon einige Insolvenzen verkraften. Wichtigste war die Insolvenz des GHF-Emissionshauses im Sommer 2013.

Nun kündigt sich bei drei Schiffsfonds ein gleiches Schicksal an. Betroffen sind wieder einmal die Anleger in die Schiffsfonds, denen der Totalverlust ihres inves-tierten Geldes droht. Die Anleger erhielten zuletzt 2007 Ausschüttungen. Vier Jahre später benötigten die Fonds frisches Kapital und nun droht doch die Insolvenz.

Der BGH hat den Grundsatz aufgestellt, dass die Anlage zum Profil des Anlegers passen muss. Das heißt, dass sicherheitsorientierte Anleger mit der Beteiligung an einem Schiffsfonds falsch beraten waren. Liegt nachweislich eine fehlerhafte Anlageberatung vor, kann der Schiffsfondsanleger Anspruch auf Schadensersatz geltend gemacht. 

Zu einer ordnungsgemäßen Anlageberatung gemäß den Anforderungen des BGH gehört eine umfassende Aufklärung über die Risiken im Zusammenhang mit der Investition. Mit den Anteilen an geschlossenen Schiffsfonds werden unternehmerische Beteiligungen mit allen Chancen aber auch allen Risiken erworben. Neben den meist langen Laufzeiten von 15 bis 20 Jahren oder der erschwerten Handelbarkeit gehört bei Schiffsfonds auch das Totalverlustrisiko dazu.

Eine Kapitalanlage mit dem Risiko eines Totalverlusts widerspricht dem Gedanken der sicheren Altersvorsorge. Doch genau mit diesem Argument der sicheren Altersvorsorge wurden Schiffsfonds-Anteile nach Erfahrungen von Fachanwälten für Bank- und Kapitalmarktrecht häufig verkauft.

Ebenso oft haben die beratenden Banken nicht auf die Provisionen hingewiesen, die sie für die Vermittlung erhalten haben. ,,Aber nach Rechtsprechung des BGH müssen diese sog. Kick-Back-Zahlungen offen gelegt werden, da sie wesentlichen Einfluss auf die Kaufentscheidung haben können”, erklärt der Fachanwalt Karl-Heinz Steffens Sowohl das Verschweigen der Kick-Backs als auch eine unzureichende Risikoaufklärung kann den Anspruch auf Schadensersatz auslösen.

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