Beratung
für betroffene Anleger
29.07.2014

Investition in Schiffsfonds

Investition in Schiffsfonds

Investition in Schiffsfonds 
 

Mehr als 275.000 Schiffsfonds Anleger haben in mehr als 1.435 deutschen Schiffsfonds investiert. Das eingesammelte Eigenkapital beträgt laut Feri (vgl. Feri EuroRating Services AG, Gesamtmarktstudie Beteiligungsmodelle 2010) 32,45 Mrd. EUR (bei einem Fondsvolumen von ingesamt 77,20 Mrd. EUR).

Laut Scope betrugen die durchschnittlichen weichen Kosten bei Schiffsfonds auf das Anlegerkapital inkl. Agio 22,1 Prozent (zum Vergleich bei inländischen Immobilienfonds 18,3 %, bei ausländischen 15,6 %).

Insbesondere die Containerschiffahrt ist weltweit seit 2008 von der Auswirkungen der Finanzkrise und der Weltwirtschaftskrise betroffen. Die Perspektiven sind bis Ende 2015 nicht rosig, so Schiffsexperten und Schiffsbanken. Weiter sind Überkapazitäten auch durch zu hohe Neubestellungen geschaffen worden.

Weltweit gibt es derzeit 4.746 Containerschiffe. Nach der Fertigstellung der in Bau befindlichen werden es mehr als 5.500 sein. Davon haben nach Schätzungen knapp 500 Schiffe noch keinen Chartervertrag (Quelle: Institut für Seewirtschaft und Logistik ISL).

Deutschland hat eine der größte Containerschiffflotte der Welt mit einem Welt-markt-Anteil von etwa 34 Prozent (2008). Rund ein Drittel der weltweiten Containerschiffsflotte wurde von deutschen geschlossenen Fonds finanziert und wird von diesen bewirtschaftet (Quelle: Verband Geschlossene Fonds).

Seit 2008 befinden sich zahlreiche kleinere Containerschiffe mit Anlegerbeteiligung in wirtschaftlicher Schieflage. Inbesondere kleinere Containerfeeder und soge-nannten Einschiffgesellschaften haben Probleme.

Bei wirtschaftlicher Schieflage der Fondsgesellschaft werden zunächst oft keine Ausschüttungen mehr vorgenommen. Teilweise beschließen auf Initiative der Fondsgeschäftsführung zur angedachten Sanierung der Fonds Gesellschaftver-sammlungen die Erbringung von Nachschüssen, ohne dass i.d.R. die Gesellschafter hierzu rechtlich verpflichtet wären. Damit stellt sich auch die Frage nach der Zulässigkeit von Klagen gegen ablehnend gegenüberstehdnen Anlegern.

Immer öfter werden von der Fondsgeschäftsführung oder dem Treuhänder erhaltene Ausschüttungen zurückgefordert. Dies Rückforderung nach läßt sich meist rechtlich nicht durchsetzen, weil der BGH dazu ein Urteil erlassen hat. Die Anleger müssen aus dem Gesellschaftervertrag genau erkennen können, dass sie nachschießen müssen. 

Anderes gilt für die Insolvenz des Schiffsfonds und der Rückforderung der Aus-schüttungen durch den Insolvenzverwalter. Hier greift dann § 172 abs. 4 HGB. Aber auch da sind Hinternisse zu überwinden. Schließlich kann die finanzierende Schiffsbank durch „Loan to Value“-Klauseln die Stellung zusätzlicher Sicherheiten von den Emissionshäusern und den Anleger verlangen.

Schiffsfondsanleger sind von einer Reihe von rechltlichen Risiken und Geldan-sprüchen betroffen. Sie sollten sich durch erfahrene Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht beraten lassen. 

Das Praxishandbuch Schiffsfonds von Steffens/Dreßler gibt viele Hinweise für den Kampf mit den Emissionshäusern und deren Anwälten. Das Praxishandbuch Schiffsfonds gibt Anlegern und Anwälten umfassende Unterstützung auf über 500 Seiten. 

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