Beratung
für betroffene Anleger
25.07.2014

Schadenersatz neben der Insolvenz, geht das?

Schadenersatz neben der Insolvenz, geht das?

Welche Optionen bestehen außerhalb des Insolvenzverfahrens? Sind zusätz-lich Schadensersatzklagen gegen Berater der Bankinstitute und Anlagevermittler möglich?

Obwohl das Insolvenzverfahren mit dem Schiffsfonds läuft, bleibt es den geschädigten Anlegern unbenommen Schadensersatzansprüche gegen Berater und Vermittler, z.B. Banken, Sparkassen und Volksbanken, geltend zu machen. Es können Klagen vor den zuständigen Gerichten eingereicht werden. Die Insolvenz sperrt nicht die Klagen gegen die Berater der Schiffsfondsanlage!

Nach gefestigter höchstrichterlicher Rechtsprechung besteht der Schaden des Anlegers bereits in der Abgabe der Beitrittserklärung, wenn dem Beitritt eine unvollständige und unzutreffende Aufklärung, also eine nicht anleger- und objekt-gerechte Beratung vorausgegangen war und/oder ein fehlerhafter Verkaufsprospekt verwendet wurde.

Wirtschaftlich betrachtet besteht die Möglichkeit einer vollständigen wirtschaft-lichen Rückabwicklung. Der unterliegende Beklagte muss den klagenden Anleger von allen Schäden und Nachteilen, mithin also auch von Nachforderungen des Insolvenzverwalters, freistellen. Gegen einen Rückforderungsanspruch wegen der erhaltenen Ausschüttungen kann man daher den titulierten Schadensersatz-anspruch wegen Falschberatung entgegenhalten.

Für den Fall einer unzutreffenden und unvollständigen Aufklärung sowie der Em-pfehlung der Schiffsbeteiligung als geeignete Kapitalanlage (beispielsweise für die Altersvorsorge oder Kapitalerhalt), bestehen für Anleger von Schiffsfonds daher gute Chancen einen auf Schadenersatz gerichteten Anspruch zugesprochen zu erhalten.

Denn Aufklärungsfehler (Informationsdefizite) begründen einen Schadensersatz-anspruch des geschädigten Anlegers gegenüber die Beratung führende Bank, Sparkasse oder Volksbank. Es reicht bereits ein Aufklärungsfehler für die Begründetheit der Klage aus. Berater der Institute und freie Berater sind darüber hinaus verpflichtet ungefragt über die Existenz und die genaue Höhe der Vertriebsprovisionen und Rückvergütungen (Kick Backs) aufzuklären.

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Steffens empfiehlt daher geschädigten Anleger, sich zeitnah von auf Kapitalanlagerecht und Schiffsfonds spezialisierten Rechtsanwälten beraten zu lassen.

Die Fachanwaltskanzlei Steffens vertritt bereits bundesweit zahlreiche geschädigte Anleger und hat verschiedene Banken und Sparkassen wegen fehlerhafter Aufklärung und Beratung gerichtlich und außergerichtlich auf Schadenersatz schon  in Anspruch genommen. Auch wurden im Einzelfall schon gerichtliche oder außergerichtliche Vergleiche mit diversen Kreditinstituten abgeschlossen.

Das gesamte Wissen aus dem Schiffsfondsbereich wurde im Praxishandbuch Schiffsfonds von de Gruyter zusammengefaßt als Fachbuch mit über 500 Seiten herausgebracht. 

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