Beratung
für betroffene Anleger
26.03.2014

Wieder eine Insolvenz bei Dachschiffsfonds

HCI Exclusiv Schiffsfonds II: MS Winona vor der Insolvenz

Wieder eine Insolvenz bei Dachschiffsfonds

HCI Exclusiv Schiffsfonds II: MS Winona vor der Insolvenz

Über die Schifffahrtgesellschaft des Mehrzweckfrachters MS Winona ist das vorläufige Insolvenzverfahren am AG Meppen eröffnet worden (Az.: 9 IN 33/14). Das berichte das fondstelegramm am 2. März. 

Als Dachfonds investierte der Schiffsfonds HCI Exclusiv Schiffsfonds II in die Zielfonds der Schifffahrtgesellschaften

- MS Winona,

- MS Margarethe Green,

- MS MarChaser und

- MS Bulk Europe.

Schiffsfonds- Anleger des 2004 emittierten Dachfonds wurden allerdings enttäuscht. Laut zweitmarkt.de erhielten sie zum letzten Mal im Jahr 2008 Ausschüttungen. Die drohende Insolvenz des Mehrzweckfrachters MS Winona verbessert ihre Situation nicht.

Daher empfiehlt Rechtsanwalt Karl-Heinz Steffens, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus Berlin, den betroffenen Schiffsfonds-Anlegern, ihre Ansprüche auf Schadensersatz rechtlich überprüfen zu lassen. Laut fondstele-gramm gab es schon in 2010 Bemühungen gab, den Schiffsfonds zu sanieren. Anleger hatten dazu frisches Geld investiert.

Fachanwälte sehen es so: "Die Krise der Schifffahrt setzt sich momentan unvermindert fort. Ein Ende ist nicht abzusehen. Daher kann es für die Anleger klüger sein, jetzt die Reißleine zu ziehen, anstatt weiter auf Besserung zu hoffen"!,

Schadensersatzansprüche können insbesondere aus einer fehlerhaften Anlage-beratung resultieren. Denn mit den Fondsanteilen haben die Anleger unterneh-merische Beteiligungen erworben - mit allen Chancen aber auch mit allen Risiken. „Neben meist langen Laufzeiten oder der erschwerten Handelbarkeit gehört auch das Risiko des Totalverlusts des investierten Geldes dazu. Daher ist die Beteiligung an einem Schiffsfonds als Altersvorsorge in aller Regel nicht geeignet", erklärt Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Karl-Heinz Steffens. Im Beratungsgespräch hätten die Anleger umfassend über diese Risiken informiert werden müssen.

Darüber hinaus hätten die Banken, Sparkassen und Volksbanken sämtliche Provisionen, die sie für die Vermittlung der Fondsanteile erhielt, offenlegen müssen.

Nach Rechtsprechung des BGH können diese Kick-Backs einen großen Einfluss auf die Kaufentscheidung haben und auch einen Interessenkonflikt der Bank offenbaren. Sowohl eine unzureichende Risikoaufklärung als auch das Verschweigen der Kick-Backs können den Anspruch auf Schadensersatz begründen. Außerdem kommt auch noch Schadensersatz aus Prospekthaftung in Betracht, wenn der Verkaufsprospekt fehlerhaft oder unvollständig war.

Da in Kürze schon Verjährung drohen könnte, sollten Anleger nicht allzu lange warten, wenn sie noch Schadensersatzansprüche geltend machen wollen.

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