Beratung
für betroffene Anleger
14.01.2014

Schiffsfonds MS „CAPE MORETON“ Schiffahrts GmbH & Co. KG

Schadenersatzansprüche wegen Prospekt-/Aufklärungsmängeln

Schiffsfonds MS „CAPE MORETON“ Schiffahrts GmbH & Co. KG

Der Schiffsfond MS „CAPE MORETON“ Schiffahrts GmbH & Co. KG wurde 2005 aufgelegt. Gegenstand der Beteiligungsgesellschaft ist der Erwerb und der Betrieb des Containerschiffes  MS „Cape Moreton“. Schiffsfonds-Anleger konnten 2005 und 2006 Anteile zeichnen.

Der Kaufvertrag über das Containerschiff wurde am 14.02.2005 geschlossen und der Kauf zu 35,5 % über Kommanditkapital und zu 64,5 % über Bankenkredite finanziert. Dies stellt eine hohe Fremdfinanzierung dar. 

Die Rendite von 8 % p.a. konnte schon im zweiten Geschäftsjahr nicht mehr ausgeschüttet werden. Sie wurde 2007 auf 6 % p.a., im Jahr 2008 auf 3 % p.a. gesenkt und seit 2009 erfolgten keine Ausschüttungen mehr.

Die Schiffsfonds-Gesellschaft war infolge der Weltfinanzkrise im 3. Quartal 2008 in Schwierigkeiten geraten und ihr drohte Mitte 2011 aufgrund hoher Schiffsbetriebs-kosten und niedriger Charterraten die Zahlungsunfähigkeit gegenüber den Banken. Um die Gesellschaft fortführen zu können, wurde in 2012 ein erstes Sanierungskon- zept umgesetzt, das die freiwillige Rückführung bereits erfolgter Ausschüttungen auf das Kommanditkapital vorsah. 

Die Anleger im Schiffsfonds können sich aufgrund von Prospekt-/Aufklärungs-mängeln von der Beteiligung trennen. 
Die Aufklärungsmängel im Emissionsprospekt begründen Schadenersatzansprüche aus Prospekthaftung im weiteren Sinne gegen

- die Gründungsgesellschafter des Fonds,

- die Cape M Containerschiff Verwaltungs GmbH,

- die König & Cie. GmbH & Co. KG,

- die Columbia Shipmanagement (Deutschland) GmbH und

- die König & Cie. Treuhand GmbH,

- die Lange Vermögensberatung GmbH,

- Herrn Michael Lange,

- Herrn Dirk Lange und

- Herrn Philipp Freisem.

Wurde die Schiffsfonds- Anlage durch einen Anlageberater oder die Hausbank, Sparkasse oder Volksbank vermittelt, können sich auch gegen sie Schadenersatz-ansprüche ergeben.

Die Höhe der Provisionen wurde verschleiert

Im Investitionsplan des Fondsprospekts wird über die Höhe der Provisionen nicht ordnungsgemäß aufgeklärt. Die Provisionen werden mit 8,5 % ohne 3 % Agio angegeben. Tatsächlich belaufen sie sich auf 23,5 %.

Die Verschleierung der tatsächlichen Höhe der Provisionen stellt einen Mangel des Prospekts dar, der zum Schadenersatz verpflichtet. Es gibt zudem eine Recht-sprechung zu hohen Provisionen über 15 % bei freien Anlageberatern. 

Wurde die Beteiligung über einen Berater oder Bank, Sparkasse oder Volksbank vermittelt, so waren diese zur Aufklärung über die konkrete Höhe der ihnen aus dem Anlagegeschäft zufließenden Provisionen verpflichtet, da diese über 15 % des Anlagekapitals ausmachten (BGH, Urteil 19.12.2006 – XI ZR 56/05; BGH, Urteil 10.07.2007 – XI ZR 243/05). Haben sie dies unterlassen, stellt das eine einen Schadenersatzanspruch begründende Pflichtverletzung dar.

Weniger als 76 % des Kapitals sind in das Schiff geflossen

Über die Höhe der „Weichkosten“, d.h. des vom Anleger erbrachten Anlagekapitals, das nicht in die Anlage selbst fließt, sondern für Aufwendungen außerhalb der Anschaffungskosten verwendet wird, klärt der Prospekt nicht ordnungsgemäß auf. Die Aufwendungen werden im Investitionsplan mit 10,2 % beziffert. Tatsächlich liegen sie bei über 24 %. Damit kommt ein sehr hoher Anteil des Anlagekapitals nicht dem Anlageobjekt zugute. Nach der Rechtsprechung des BGH muss über die tatsächliche Höhe der Weichkosten (BGH, Urteil vom 06.02.2006 – II ZR 329/04) und, sollten diese mehr als 16 % des Anlagekapitals betragen, über die mit ihrer Höhe einhergehende Beeinträchtigung der Werthaltigkeit der Anlage (BGH, Urteil vom 12.02.2004 – III ZR 359/02) aufgeklärt werden. Dies ist vorliegend nicht geschehen.

Höhe des Ankaufpreises

Da das Schiff erst angekauft wurde, ist die Höhe des Ankaufspreies zu hinterfragen. Die skönnte durch einen Gutachter geklärt werden. 


Verjährung

In allen Fällen sind die Schadenersatzansprüche erst nach 10 Jahren ab Zeichnung verjährt. Da die Verjährung erst 2005 begann, ist dieser Umstand noch nicht eingetreten. 

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