Beratung
für betroffene Anleger
25.01.2013

Suezmax Tanker Flottenfonds II

Schiffsfonds König & Cie. Renditefonds 44: wieder keine Ausschüttungen für 2011!

Suezmax Tanker Flottenfonds II

Aktuelle Lage

Die Schiffsfondsanleger des Suezmax Tanker Flottenfonds II haben seit dem Jahr 2009 keine Ausschüttungen mehr erhalten.

Es stellt sich die Frage, welche Möglichkeiten es angesichts der schlechten Prognose im Schiffsfonds-Bereich gibt, aus der Fondsbeteiligung "auszusteigen".

Die globale Finanzkrise 2008 hat sich auf viele Schiffsfonds negativ ausgewirkt.  Die aktuelle Entwicklung der Weltwirtschaft gibt keinen Grund zur Annahme, dass sich die Situation in absehbarer Zeit verbessern wird. Experten gehen von der Flaute bis 2014 aus. Bei den Schiffsfonds hat der weltweite Rückgang des Containerumschlags sowie der Charterraten bereits zu zahlreichen Insolvenzen in 2012 und zu ersten in 2013 geführt. Die Experten sind sich einig, dass weitere Insolvenzen von Einzelschiffsfonds und Flottenfonds folgen werden.

Meistens kann eine Insolvenz des Schiffsfonds Suezmax Tanken Flottenfonds II nur durch finanzielle Sanierungsbeiträge der Anleger abgewendet werden. Diese stehen dann vor der Frage, ob sie weiteres Kapital in ein möglicherweise nicht mehr zu rettenden  Schiffsfonds einzahlen sollen. Bis auf wenige Ausnahmefälle sind die ausgearbeiteten Sanierungskonzepte nicht in der Lage, die Schiffsfonds-gesellschaften dauerhaft zu stabilisieren.

Die Fondsanleger sollten auch bedenken, daß auch ein Insolvenzverwalter die erhaltenen Ausschüttungen zurückfordern kann.Notfalls auch mit einem Gerichtsverfahren.

Der Suezmax-Tanker Flottenfonds II  hat die Krise deutlich zu spüren bekommen. Bei den erhaltenen Ausschüttungen handelt es sich offenbar nicht um echte Rendite. Die schlechte Lage des Schiffsfonds muß nicht verwundern, wenn man sich betrachtet, wie sich König & Cie. am Kapital der Anleger bedient: König & Cie. erhält einen jährlichen Vorabgewinn von 12,5 %, wobei die Quote auf bis zu 25 % erhöht werden kann!

Wo liegen die Ursachen?

Die weichen Kosten, die die Vertriebsprovisionen beinhalten, lagen bei der Zeichnung bei ca. 28 % des Anlegerkapitals! Rechnet man den Vorabgewinn und die weichen Kosten zusammen, ist klar, daß es von Anfang an unrealistisch war, die prognostizierten Renditen von im Schnitt 8,4 % pro Jahr für die Anleger zu erwirtschaften! Zu Recht fürchten die Anleger deshalb um ihre Einlagen.

Was können Sie tun?

Den Betroffenen kann in aller Regel geholfen werden. So bestehen zumeist gleich mehrere Möglichkeiten, unternehmerische Beteiligungen wie Schiffsfonds-Anlagen rückabzuwickeln bzw. den entstandenen Schaden geltend zu machen.

Gerade die jüngere Entwicklung in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hat enorm verbesserte Möglichkeiten geschaffen, den Anlageberater/Anlage-vermittler bzw. die beratende Bank, Sparkasse oder Volksbank auf Schadensersatz in Anspruch zu nehmen. So kann bereits der Umstand, dass der Anleger vor dem Beitritt nicht über die konkrete Höhe der Vergütungen des Beraters bzw. des Beratungsunternehmens aufgeklärt wurde, zu einer Haftung wegen fehlerhafter Anlageberatung führen.

Dies ist bei dem Suezmax-Tanker Flottenfonds II insoweit von besonderer Bedeut-ung, als dass erhebliche Teile der Einlagezahlungen der Anleger für Vergütungen bzw. Provisionen an den Vertrieb gezahlt und nicht für Investitionen in das Schiff verwendet worden sind. Ab 15 % muß wegen der Auswirkung auf die Rentabilität der Anlage ausdrücklich auf die Höhe der Provisionen hingewiesen werden, egal, ob Vermittler eine Bank oder ein freier Anlageberater war. Dies ist häufig  bei den meisten Anlegern nicht geschehen!

Eine Schiffsbeteiligung ist grundsätzlich eine unternehmerische Beteiligung, bei der ein Totalverlustrisiko besteht. Sie ist daher zur Altersvorsorge nicht geeignet – so hat dies der Bundesgerichtshof entschieden!

Alle Anleger hätten vom Berater darüber aufgeklärt werden müssen, daß Ausschüttungen möglicherweise zurückgezahlt werden müssen – was in der Regel auch nicht der Fall war.

Häufig wurden  die Anleger nicht darüber aufgeklärt, daß die Schiffsfondsbe-teiligung nicht ohne weiteres verkäuflich ist. Es feht ein entsprechender Markt für socleh Schiffsfondsbeteiligungen. Schiffsfondsbeteiligungen lassen sich dann meistens nur mit großen Abschlägen veräußern.

Über all diese Punkte hätten die Anleger aufgeklärt werden müssen – sollte dies nicht der Fall gewesen sein, gehen wir davon aus, daß die Anleger eventuell Schadensersatz- und Rückabwicklungsansprüche gegen die beratende Bank oder gegen den Anlageberater vor Gericht durchsetzen können.

Nach unserem Wissen sind viele Anleger vor Abschluß des Beteiligungsvertrages systematisch falsch bzw. unzureichend von ihren Beratern aufgeklärt worden. Hätten sie über all die Risiken Bescheid gewußt, hätten die Anleger in den meisten Fällen wahrscheinlich gar nicht unterschrieben.

Es gibt darüber hinaus zahlreiche andere Ansatzpunkte, über die die Anleger nicht korrekt aufgeklärt worden sind.

Unsere Fachanwaltskanzlei ist bereits in zahlreichen Fällen beauftragt, gegen die Berater vorzugehen. Wir beraten Sie gerne hierzu!

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