Beratung
für betroffene Anleger
17.12.2012

Verjährung im Anlagerecht

Verjährung bei Kapitalanlagen ab dem Jahr 2012

Verjährung im Anlagerecht bei Kapitalanlagen

Viele tausende Anleger von Schiffsfonds, Immobilienfonds, Medienfonds, Aktienfonds und Zertifikate wurden in den vergangenen Jahren durch ihre Anlage geschädigt und mussten manchmal einen großen Teil ihres Vermögens einbüßen. Anleger müssen sich allerdings nicht mit diesen Verlusten abfinden, da bereits verloren geglaubtes Kapital zurückerlangt werden kann, wenn ihnen Schadensersatzansprüche zustehen.
 
Solche Ansprüche der Anleger entstehen, wenn den beratenden Banken eine Falschberatung nachgewiesen werden kann. Eine solche liegt vor, wenn den Anlegern z.B. die Risiken der Kapitalanlage verschwiegen wurden oder sie nicht über Kick-Backs (Provisionen) aufgeklärt wurden, die sie von der Fondsgesellschaft für die Vermittlung der Anteile an den Schiffsfonds, Immobilienfonds, Medienfonds, Aktienfonds und Zertifikate erhalten haben. Allerdings drohen diese Ansprüche zum  zu verjähren.
 
Für Anleger, die ihre Anteile an den Schiffsfonds, Immobilienfonds, Medienfonds, Aktienfonds und Zertifikate erst nach 2002 erworben haben, verjähren die Ansprüche zukünftig nicht mehr zum Jahresende, sondern jeweils taggenau in 10 Jahren ab dem Erwerb der Beteiligung, also ab der Falschberatung. Dies bedeutet für die Anleger eine erhebliche Unsicherheit, da die Ansprüche täglich verjähren können. Es kommt also immer auf das Zeichnungsdatum an!
 
Daneben gibt es aber auch die kenntnisabhängige Verjährung von 3 Jahren, die zum Jahresende 2012 greift. § 199 BGB regelt:
 
Die regelmäßige Verjährungsfrist beginnt, soweit nicht ein anderer Verjährungsbeginn bestimmt ist, mit dem Schluss des Jahres, in dem 1.der Anspruch entstanden ist und 2.der Gläubiger von den den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen müsste.
 
Hier liegt das Problem darin, dass ein Gericht einem Anleger grobe Fahrlässigkeit vorwerfen kann bei Umständen, die der Anleger nicht erwartet. Ein Gericht kann beispielsweise annehmen, dass sich aus einem Schreiben des Fonds eine Kenntnis des Anlegers hätte ergeben müssen. Die kenntnisabhängige Verjährung läuft dann bereits, ohne dass ein Anleger dies erkannt hat. Dann droht im die Verjährung Ende 2012, ohne dass er es mitbekommt.
 
Geschädigte Anleger von Schiffsfonds, Immobilienfonds, Medienfonds, Aktienfonds und Zertifikate sollten sich deshalb umgehend an einen im Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt wenden, welcher die Anleger über ihre Ansprüche und die drohende Verjährung aufklären und bei Bestehen solcher Ansprüche bereits verjährungshemmende Maßnahmen einleiten kann.

News & Stellungnahmen

Meldungen rund um das Thema Schiffsfonds

Ownership Feeder Quintett – Totalverlust möglich?

Ownership Feeder Quintett – Totalverlust möglich? Verkauf von zwei weiteren Einschiffsgesellschaften soll beschlossen werden! Schiffsdachfonds in Not!


HTB Zehnte Hanseatische Schiffsfonds GmbH & Co. KG

Schadensersatzforderungen der Schiffsfondsanleger


HCI Euroliner II in Nöten

Vorläufiges Insolvenzverfahren über MS Jork Ruler und MS Jork Reliance beim AG Neumünster eröffnet

BGH entscheidet am 28.10. zur Verjährung bei Bearbeitungsentgelten

GH entscheidet am 28.10. zur Verjährung bei Bearbeitungsentgelten - Fachanwalt fragen!

CFB Fonds 166 Twins 1 – Prospektfehler und Beratungsfehler? Commerzbankkunden betroffen?

CFB Fonds 166 Twins 1 – Prospektfehler und Beratungsfehler? Commerzbankkunden betroffen?