Beratung
für betroffene Anleger
21.11.2012

16. HANSA-Forum

Fortführungskonzepte und Insolvenzen

16. HANSA-Forum

Auf dem 16. HANSA-Forum am 15.11.2012 wurde über Fortführungskonzepte und Insolvenzen in der Schifffahrt gesprochen.
Es war die Elite aus Schifffahrt, Finanzierung und Beratung vertrten. Der Auftakt der Veranstaltun gwar überschrieben: Krise, Jahr fünf: Zweite Restrukturierung oder Ausverkauf? Wieviel wirtschaftlichen Speilraum haben Anleger und Reeder noch?

Welche Schiffe können sich heute und morgen am Schifffahrtsmarkt noch behaupten?
Die versammelten Fachleute sehen das Jahr 2012 als eines der härtesten Jahre für die Schiffahrt. Die unauskömmlichen Fracht- und Charterraten in vielen Schiffssegmenten hatten die Liquiditätslöcher bei einer Vielzahl von Schifffahrtsgesellschaften wieder weit aufspringen lassen.

Die Zahl der Schiffsinsolvenzen ist hoch. Dabei wird diese Zahl nach gemeldeten Schiffsinsolvenzen und unbekannten noch unterschieden. Die durschnittliche Insolvenzquote pro Emmissionshaus soll 4,00 % betragen. Die HCI hat jedoch schon 6,5 % Quote mit 24 Insolvenzen. Die GHF hat eine Quote von 15,8 % mit 14 Insolvenzen (Quelle: FondsMedia 11/12). Sogar Schiffsgesellschaften, die weitgehend entschuldet sind, stecken in der Krise. Hie rmüssen Reeder und Anleger entscheiden, ob sie noch einmal Liquidität in die Schiffe nachschießen oder verkaufen, um drohende Verluste abzuwenden. Keine leichte Entscheidung. Schon heißt die Lieblingsredewendung: " Soll man gutes Geld dem schlechten hinterherwerfen?!" Der Schiffsfondsmarkt steht vor dem Kollaps kam die Antwort aus der Branche. Schon mehr als 130 Schiffe seinen in die Insolvenz gegangen.
Und jede Woche kommen neue Insolvenzen hinzu!

Und viele Experten fürchen weitere Insolvenzen. Aber letzlich sind sich Reeder und Emissionshäuser bewußt, dass sie in der Boomphase zu viele Schiffe gelauft haben, dafür zu viel bezahlt haben, um weitere Schiffsfonds aufzulegen. Die letzen in der Kette trifft es nun - die ahnungslosen Anleger.

Zwar bieten Anwälte den Schiffsfindsbeteiligten ihre juristische Hilfe an, aber man muß sich in der Branche auskennen, die Fachbegriffe und Regeln beherrschen. Auch die Gerichte sind mit Schiffsfondsprozessen noch wenig erfahren.

Das Problem der Schiffsfondsbeteiligten liegt darin, dass bei einer wirtschaftlichen Schieflage die Fondsbesellschaft zunächst keine Ausschüttungne mehr vornehmen kann. Teilweise wurden Nachschüsse beschlossen, um die Schiffsfondsgesellschaft zu sanieren. Dabei ist ein Anleger in der Regel rechtlich dazu nicht verpflichtet.

Auf der anderen Seite wurden von den Fondsgeschäftsführungen oder dem Treuhänder, der die Anteile zur Vereinfachung für die hunderte oder tausende Anleger hält, Ausschüttungen zurückgefordert. Auch diese Maßnahme ist rechtlich umstritten.

Nur im Falle von Insolvenzen eines Schiffsfonds holt der Insolvenzverwalter Ausschüttungen zurück, wenn dies die Insolvenzordnung gestattet.

Aber die Schiffsbanken haben bei schwankenden Schiffen aufgrund spezieller Klauseln in den Finanzierungsverträgen zusätzliche Sicherheiten von den Emissionshäusern und Schiffsfondsbeteilgten gefordert und wohl auch erhalten.

Wie sieht nun der Schiffsfondsbeteiligungsmarkt insgesamt aus? Mehr als 300.000 Anleger hasben in mehr als 1400 deutsch Schiffsfonds ihr Geld investiert. Meistens waren es Investitionen von 25.000 Euro und mehr.

Blickt man in die Vergangenheit zurück, so wurden fast 50 Schiffsfonds in den ersten Krisenjahren von 2008 bis 2010 aufgelöst.

Einen völlig unerwarteten Sieger konnte man aber trotzdem feststellen: Griechen nutzen den Rückzug deutscher Banken aus der Schiffsfinanzierung und kaufen sich günstig ein.

Die nahen Zukunftsaussichten sehen so aus, dass sich die Nachfrage und das Angebot frühestens für das jahr 2014 mit langsam steigenden Charterraten positiver entwickelt.

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